Zeitlose Kunst von Kandinsky

Wassili Kandinsky war Kunsthistoriker und Maler sowie Grafik und hat über seine Lebenszeit hinaus das Verständnis von Kunst und Malerei geprägt. Geboren wurde der Künstler am 04.12.1866 im wunderschönen Moskau. In seiner Geburtsstadt studierte er Volkswirtschaft und Jura an der Universität. Im Hagre 1893 konnte Wassili Kandinsky sein Studium erfolgreich mit der Promotion abschließen. Sein Berufsziel wechselte er allerdings. Statt Jurist zog es ihn in die Malerei. 1896 verließ er Moskau und siedelte sich in München an, wo er fast 2 Jahre die private Kunstschule von Anton Azbe besuchte. Anschließend studierte er bis 1901 an der Münchner Akademie bei Franz von Stuck.

Wassili Kandinsky – Die ersten Schritte als Maler

1901 setzte er erste Schritte für seine Karriere als Maler. In diesem Jahr wird er zum Mitbegründer der Kunstvereinigung Phalanx. An der angeschlossenen Schule unterrichtet Wassili Kandinsky zunächst die folgenden Jahre.
Zu seiner Schülerin gehört unter anderem Gabriele Münter, die schon bald mehr als nur seine Schülerin war. 1904 begeben sich beide gemeinsam auf Reisen durch Europa und enden in Tunis. Erst um 1906/07 kehren sie nach Europa, nach Paris zurück. Später reisen sie erneut nach München, wo für Wassili Kandinsky nun die arbeitsintensive Phase seines Schaffens beginnt. Dazu gehören vor allem Malerausflüge mit seiner Geliebten Gabriele zum Staffelsee. In den Sommermonaten empfängt das Paar zahlreiche Künstlerfreunde in ihrer Münchner Residenz. Als 1909 die neue Künstlervereinigung in München gegründet wird, denkt Wassili Kandinsky bereits an völlig neue Kunstformen. Dabei soll sich der Inhalt vollkommen von dem Gegenstand lösen. Zur damaligen Zeit revolutionär. Vielen anderen Künstlern ist dieser Gedanke zur damaligen Zeit jedoch zu fortschrittlich und verweigert Wassili Kandinsky seine Ausstellung. Erst als der Künstler zusammen mit Franz Marc die Protestbewegung „Der Blaue Reiter“ gründen, lebt seine Karriere wieder auf. Mehrere Ausstellungen können so bis 1912 organisiert werden. In der folgenden Zeit erscheinen zahlreiche Schriften von Wassili Kandinsky, in der er seine Ideen schriftlich formuliert. 1912 erscheint dabei seine wichtigste mit dem Titel: Über das Geistige in der Kunst. In diesem Jahr organisiert Wassili Kandinsky auch eine Ausstellung in Köln.

Wassili Kandinsky und seine Wege in der Schweiz

Um 1914 zieht Wassili Kandinsky mit seiner Lebensgefährtin nach Zürich. Seine Beziehung kann dem aber nicht standhalten und zerbricht nur kurze Zeit später. Das bewegt ihn, wieder nach Moskau zurückzukehren, wo er zunächst als Professor für Kunst arbeitet. Erst gegen 1921 wagt sich Wassili Kandinsky wieder zurück nach Berlin, von wo er aus bereits ein Jahr später ans Bauhaus berufen wird. Legendär ist seine Ausstellung „Blaue Vier“, die er mit den Künstlern Paul Klee und Lyonel Feininger gemeinsam gestaltet hat. Als 1932 das Bauhaus geschlossen wird, entscheidet sich Wassili Kandinsky Deutschland zu verlassen. 1933 kommt er in Paris an, wo eine völlig neue Werkphase beginnt. Von der internationalen Kunstszene bleibt er jedoch ausgeschlossen. Eine Situation, worunter der Künstler stark gelitten hat. Kurz vor dem Ende des 2. Weltkrieges, am 13.12.1944 stirbt Wassili Kandinsky in Neuilly-sur-Seine.
Einige seiner Werke sind heute in Köln, im Museum Ludwig ausgestellt. Dazu gehören die Werke White Line von 1920 und Quiet Pink von 1924. Sein gesamtes künstlerisches Schaffen wird von seiner Vorliebe zur zeitgenössischen Musik durchzogen. Dabei schließt Wassili Kandinsky viele Freundschaften zu Musikern seiner Zeit. Schon in seinen zahlreichen Publikationen sieht er seine künstlerische Schöpfungsebene in direkter Beziehung zu dem orchestrierenden Musikern. Diese Beziehung vertieft sich bis zu seinem Tod.