Die Welt des Dionysos in Köln

Mit Szenen aus der großen Welt des Dionysos wurde das Römisch Germanische Museum in Köln weltbekannt. Wie ein fremdes Raumschiff reiht es sich direkt an das Wahrzeichen der Stadt, dem Kölner Dom und bietet eine große Vielfalt aus einer längst vergessenen Zeit. Dionysos und seine Welt, die im Römisch Germanischen Museum durch ein Mosaik dargestellt werden, sind jedoch nur eines der Highlights. Viele Besucher zieht der Grab Bau des Legionärs Poblicius (ca. um 40. N. Chr.) ebenfalls in den Bann, auch wenn es sich nur einem Nachbau handelt. Der Facettenreichtum zieht sich bis in die frühe Urgeschichte bis hin zum frühen Mittelalter. Besucher können sich mit eindrucksvollen Ausstellungen, die liebevoll arrangiert wurden, über das archäologische Erbe der Stadt ausreichend informieren. Ein besonderer Glanzpunkt im Römisch Germanischen Museum sind die römischen Gläser und eine Sammlung von Schmuck aus dem frühen Mittelalter.

So lebten die Römer in Köln
Durch die unterschiedlichsten Funde bekommen Besucher einen guten Einblick in das damalige Alltagsleben der Römer. Inschriften, Porträts, Bildnisse des Kaiserpaares Augustus und Livia, Keramiken und weitere Utensilien führen voller Spannung in das Leben der damaligen Zeit. Doch auch die Stadtgeschichte des ursprünglichen römischen Kölns lässt sich durch die Fundstücke genau verfolgen. Ebenso faszinierend sind einzelne Wandmalereien, die Auskunft über die bereits damals reiche Ausstattung der Häuser gibt.

Römisch Germanische Museum bereits seit 1946

Schon kurz nach dem Kriegsende, entstand das Römisch Germanische Museum im Jahr 1946 in Köln. Hervorgegangen ist es aus der ehemaligen germanischen und römischen Abteilung des Wallraf-Richartz-Museums. Die Geschichte des heute wohl bekanntesten Museums in Deutschland geht aber noch viel weiter zurück. So lassen sich Rückzüge aus den damaligen Runderlass zum Schutz der Bodenaltertümer aus dem Jahr 1807 finden. 1974 wurde dann das jetzige Haus direkt am Kölner Dom eröffnete. Wissenswert hierbei: Das Museum steht heute direkt auf den Resten der Mauern der römischen Stadtvilla, die bereits 1941 entdeckt wurde. Im Römisch Germanischen Museum ist zugleich das Amt für Archäologische Bodendenkmalpflege untergebracht. Zuständig ist es für die Forschungsstätte, die öffentlichen Sammlung sowie dem Archäologischen Archiv der Stadt. Mit einem gesonderten Präsentationskonzept erwarb sich das Römisch Germanische Museum einen Ruf, der weit über die Grenzen hinausgeht. Bereits seit vielen Jahren gehört es zu den meistbesuchtest Museen in Deutschland.

Was bietet das Römisch Germanische Museum

Im Untergeschoss befindet sich das Mosaik des Dionyssios. Direkt in der nächsten Etage, dem sogenannten Pobliciusgeschoss, sind Räume für Sonderausstellungen vorhanden. Hier finden auch die zahlreichen Kongressveranstaltungen statt. Im Obergeschoss lässt sich die Stadtentwicklung unter Kaiser Augustus erkunden.

Im Jahr finden 2 – 4 Sonderausstellungen statt. Dabei richtet sich der Fokus stets um Themen aus der alten Welt. Im Jahr 1999 fand im Römisch Germanischen Museum ein Treffen des G8-Gipfles statt.

Öffnungszeiten und Eintritt

Das Römisch Germanische Museum befindet sich am Roncalliplatz 4 und ist problemlos auch für nicht stadtkundige zu finden. Halten Sie einfach immer Ausschau nach dem Kölner Dom, dann können Sie das Museum nicht verpassen. Parkmöglichkeiten bieten das Parkhaus am Dom (Einfahrten Trankgasse sowie Bechergasse) und die Tiefgarage am Rheingarten. Geöffnet ist das Römisch Germanische Museum von Dienstag bis Sonntag (10 – 17 Uhr). An jedem ersten Donnerstag im Monat sind längere Öffnungszeiten bis zu 22 Uhr vorzufinden.

Die Eintrittspreise bewegen sich zwischen 5 - 9,50 Euro.