Museum für Ostasiatische Kunst

Köln ist Heimat vieler Nationalitäten. Die Asiaten gehören seit langer Zeit zur Domstadt und bereichern das Stadtbild mit den unterschiedlichsten Facetten. Ein Blick auf die verschiedensten Lebens- und Kulturweisen vermittelt das Museum Ostasiatische Kunst. Abseits der klassischen Museen in Köln betreten wir hier einen Raum der Entspannung, Erholung aber auch ein weitläufiges Museum, das uns einen interessanten Einblick in die Perspektive einer uralten Geschichte verleiht. Das Ostasiatische Kunst Museum verfügt über erstaunliche Sammlungsbestände der buddhistischen Malerei und Skulptur. Dazu gehören aber auch koreanische Keramik, Stellschirmmalerei aus Japan und zum Beispiel Lackkunst. Jedes Ausstellungsstück erzählt ein Stück der Ostasiatischen Geschichte und lässt weit hinter den Vorhang blicken. Wie kaum eine andere Ausstellung in Köln erzählt jedes Ausstellungsstück seine ganz eigene Geschichte, die tief verbunden mit der Kultur des jeweiligen Landes ist.

Das Ostasiatische Kunst Museum wurde bereits früh gegründet, verharrt aber immer noch im Schatten anderer Museen. Dabei überzeugt es mit seiner Tiefe und Leidenschaft der vielfältigen Ausstellungen. Gegründet wurde es durch Adolf Fischer (1857 – 1914) und seiner damaligen Frau Frieda (geb. Bartdorff, 1874 – 1945). Zahlreiche Exponate im Museum für Ostasiatische Kunst gelten heute als die bedeutendsten in ganz Europa. Ein großer Fokus liegt auf den Sammlungen der chinesischen Sakralbonzen und der Frühkeramik, die allesamt nach dem zweiten Weltkrieg die bestehende Sammlung erweiterten. Einen Blick ist ebenfalls die Ostasiatische Kalligraphie wert, die sehr unterschiedliche Einflüsse auf die Ausstellung nimmt.

Museum Ostasiatische Kunst Köln – Museumsbau

Der eigentliche, heute bekannte Museumsbau wurde jedoch erst im Jahre 1977 eröffnet. Mittlerweile ist er als wichtiges Baudenkmal in Köln im Bereich der klassischen Moderne eingegangen. Entworfen wurde der Museumsbau damals von dem Meister Kunio Maekawa (1905 – 1986), der mit dem neuen Bau eines seiner letzten Meisterwerke schuf. Der Bau verzaubert mit klar und sehr streng gegliederten Kuben und blickt damit auf die japanische Tradition, die zugleich mit der modernen Formensprache gemischt wird. Ein ganz wichtiger Fokus im Museum für Ostasiatische Kunst ist der japanische Meditationsgarten, der weitere Akzente für Besucher setzt. Durch den ganz eigenen Garten mit seiner klassischen japanischen Architektur, hebt sich das Museum von den anderen Häusern in Köln deutlich ab.

Dem damaligen Gründer ging es darum, das die vielschichtigen Exponate in individueller und spezifischer Zeitstil dem Besucher anschaulich näher gebracht werden. Also in Form von eigenständigen Kunstwerken. Keinesfalls sollen diese nur als kunsthistorische Kunstwerke zur Schau gestellt werden. Dieses Konzept hat das Museum für Ostasiatische Kunst bis heute beibehalten.

Ausstellungen im Wechsel der Jahreszeiten

Der Museumsbau in Köln ist beeindruckend und bietet ein gewaltiges Flächenangebot. Doch die Fläche reicht längst nicht mehr aus, um alle Exponate zeigen zu können. Aus diesem Grunde wechseln die Ausstellungen mehrmals pro Jahr. Kombiniert wird das im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln auch immer wieder mit ganz speziellen und thematisierten Ausstellungen. Sehen, Erleben und Verstehen sind Attribute, die beinahe jede Ausstellung und Veranstaltung begleiten. Das Museum in Köln verbindet das mit Workshops, Führungen und spannenden Vorträgen, die einen Blick zurück in die großartige Geschichte ermöglichen.

Besuch im Museum für Ostasiatische Kunst

Das Ostasiatische Kunst Museum befindet sich in Köln in guter Lage, direkt an der Universitätsstraße 100. Über die öffentlichen Verkehrsmittel kann es leicht erreicht werden. Die nächste Haltestelle befindet sich in der Universitätsstraße. Ein großer Parkplatz befindet sich direkt vor dem Ostasiatischen Kunst Museum.

Öffnungszeiten

Das Museum für Ostasiatische Kunst ist jeweils von Dienstag bis Sonntag ab 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Der normale Eintrittspreis beträgt 6,00 Euro (ermäßigt 3,50 Euro). Sonderausstellungen 9 Euro. Das Haus wurde barrierefrei errichtet und erlaubt Behinderten einen ungehinderten Zugang.