Was geht ab im Museum Ludwig

Im Jahr 2015 zeigt das Museum Ludwig in Köln wieder eindrucksvolle Programme. Ein Blick in die aktuelle Agenda und die hochkarätigen Ausstellungen präsentieren wir Ihnen heute im Kurzdurchlauf. Ein ganz besonderes Augenmerkmal sollte dabei auf die Ausstellung, die vom 15.April bis zum 30. August dieses Jahres stattfindet, fallen. Hierbei steht der Wolfgang-Hahn-Preis im Fokus. Geehrt werden erstmalig zwei Künstler gemeinsam. Sowohl Michael Krebber und R.H. Quaytman präsentieren in dieser Zeit gemeinsam ihre Werke unter dem Motto „Die Unmöglichkeit der Malerei“.

Spannend dazu findet fast parallel eine zweite Ausstellung mit dem Thema „Retrospektive“ mit dem bekannten Künstler Sigmar Polke im Museum Ludwig statt. Vom 14. März bis einschließlich zum 5. Juli werden Werke des im Jahr 2010 verstorbenen Künstlers gezeigt. Fast 250 Bilder des faktisch bedeutendsten Künstlers der Gegenwart werden in der ersten posthumen Retrospektive gezeigt. Die Werke spiegeln das fast 30-jährige Schaffen des Künstlers wieder.

Bernard Schultze – Rückblick auf den führenden Protagonisten

Nur etwa einen Monat später, beginnend mit dem 30. Mai bis zum 1 November dieses Jahres, geht es in einer weiteren Ausstellung um den im Jahr 2005 verstorbenen Protagonisten Bernard Schultze. Dabei zeigt das Museum Ludwig Einblicke in sein Schaffen. Neben farbintensiven Gemälden, Reliefs und Zeichnungen sollen auch Farbskulpturen im Museum ausgestellt werden. Mittlerweile verfügt das Museum Ludwig über den größten Teil des Nachlasses. Die Ausstellung ist dem 100 Geburtsjahr des Künstlers gewidmet, der im Jahr 1915 geboren wurde.

Danh Vö im Museum Ludwig

Ebenso wenig sollte die Ausstellung rund um Danh Vö verpasst werden, die ab dem 01. August gezeigt wird (bis zum 25. Oktober). Dabei werden neben seinen Klassikern auch neue Werke präsentiert. Seine Objekte, Installationen und Fotografien stehen ja in vielen Fällen im in Zusammenhang mit seinen persönlichen Lebenserfahrungen. Hier spielen vor allem seine Kindheit in Vietnam ein großer Fokus und die spätere Flucht nach Europa.

Joan Mitchell im Museum Ludwig

Genauso empfehlenswert ist die Ausstellung rund um den bereits im Jahr 1992 verstorbenen Künstler Joan Mitchell. Das Museum Ludwig präsentiert in einer Retroperspektive eine umfassende Ausstellung des US-Künstlers. Die Werke beginnen mit den 1950er Jahren und ziehen sich bis weit in die Spätjahre seines Schaffens. Die Künstlerin wurde bisher in der Sichtweise nur wenig wahrgenommen und gilt als eine große Meisterin des abstrakten Expressionismus. Die Ausstellung wird im Museum Ludwig vom 14. November bis zum 22. Februar des Folgejahres präsentiert.

Mehr als nur Ausstellungen

Neben den reinen Ausstellungen präsentiert das Museum Ludwig aber auch zahlreiche andere Programme. Dazu gehören Führungen, Vorträge und Dialoge in den unterschiedlichsten Formen. Ein besonderes Augenmerk möchten wir hierbei auf den Vortrag zum 31.03.2015 richten. Prof. Dietmar Rübel hält seinen spannenden Vortrag zum Thema „1970er Jahre: Original & Fälschung“.

Fortbildung

Auch im Bereich der Fortbildung präsentiert das Museum Ludwig immer wieder spannende Termine. So zum Beispiel am 22.04.2015. Bei dieser ganz besonderen Fortbildung geht es um die dritte Dimension im Bereich von Plastik, Skulptur und Objekten. Im Fokus geht es um die Menschendarstellung in Bezug zum Thema Giacometti. Als Materialien werden hierbei Gips, Kreide und Bienenwachs verwandt.

Unsere Empfehlung

Abseits der großen Termine gibt es im Museum Ludwig jedoch immer eine Vielzahl an Neuem zu entdecken. Nehmen Sie sich einfach einen Nachmittag frei und verbinden Sie diesen mit einer Entdeckungstour im Museum. Ein spannendes und einmaliges Erlebnis, das jedes Mal neue Blickwinkel und Facetten aufzeigt.