Der Maler Joan Miro

Joan Miro wurde am 20.04.1893 in Barcelona geboren. Er schaffte es in seinem Leben als katalanischer Künstler zu einem der bedeutendsten im Bereich des Surrealismus zu werden. Rein äußerlich wirkte Joan Miro aber wie ein reicher Bourgeois, der wenig mit einem unkonventionellen Künstler gemein hatte. Doch zunächst lebte er in ärmlichen Verhältnissen. Erst durch seinen internationalen Durchbruch konnte er Druck auf die Galerien ausüben, um einen Anteil am Verkaufserlös seiner Werke zu erhalten.
Seinen ersten Zeichenunterricht bekam Joan Miro bereit ab dem Jahre 1900. 7 Jahre später studierte er an derHandelsschule und an der Kunstakademie in Barcelona. Bevor er jedoch als Künstler anerkannt wurde, war Joan Miro als Buchhalter tätig. Erst später wandte er sich gegen den Willen seiner Eltern der Künstlerkarriere zu. Dabei bekannt alles im Jahre 1915.

Der Beginn der Karriere von Joan Miro als Künstler

In dieser Zeit erstellte er vermehrt Bilder mit einem am Fauvismus orientierten Stil. Als er 1917 den Herausgeber der Zeitschrift -391- Kennenlernte, entstanden zahlreiche Landschaftsbilder und Portraits, die er im Jahre 1918 erstmals in der Galerie Dalmau in einer Einzelausstellung der Öffentlichkeit zugänglich machte. Doch die eigentliche Karriere von Joan Miro begann 1919, als er Pablo Picasso kennenlernte und mit ihm in den Folgejahren eine enge Freundschaft schloss. Des Weiteren beeinflussten Künstler wie Aragon, Breton und Eluart sein Schaffen, die er um 1923 kennenlernte. In dieser Gruppe blieb Joan Miro aber immer ein Außenseiter.
1924 entstand das erste bekannte Bild.- Karneval der Harlekins. 1930 folgte dann die erste Ausstellung in den USA, in der großen Valentine Gallery in New York. Nur 3 Jahre später entstanden von Joan Miro die großformatigen Gemälde, die er aus Collagen erschuf. Ab 1934 begann dann seine wilde Schaffenszeit, die ihm von 1935 – 38 zahlreiche Ausstellungen einbrachte.
Erst nach dem 2. Weltkrieg, beginnt im Jahre 1952 sein freier und sehr kräftiger Stil. 1954 werden die Werke von Joan Miro erstmalig in Krefeld gezeigt. Kurz darauf beginnt sein neuer, abstrakter Stil, woraus im Jahre 1966 die monumentalen Bronzefiguren von Joan Miro entstehen.

Die Zeit nach 1966

Im Jahre 1971 entsteht die Miro-Stiftung, die in Barcelona gegründet wird und bis heute noch ein Museum betreibt. 1979 darf Joan Miro ein Kirchenfenster entwerfen und wird weniger später im gleichen Jahr zum Ehrendoktor der Uni Barcelona ernannt.
Am 25.12.1983 verstirbt der Künstler in Palma de Mallorca. Begraben wird er anschließend in seiner Geburtsstadt Barcelona.

Die Kunst und die Entwicklung von Joan Miro

In seiner frühen Schaffenszeit fiel Joan Miro vor allem durch geradlinige Stilrichtungen auf, die meistens aus dem Kubismus oder dem Fauvismus geprägt waren. Erst 1924 entwickelte sich sein Stil zum Surrealismus über. Heute ist der Maler vor allem für seine kräftigen Farben und den Malstil der vereinfachenden Formen bekannt. In seiner spanischen Zeit von 1940 – 1948 schuf er Skulpturen, Wandgemälde und Keramiken. Ab 1947 kam es vermehrt zu Ausstellungen in den USA. 1954 erhielt er seinen ersten großen Preis für seine Grafik in Venedig. 2 Jahre später verlegte er seinen Wohnsitz nach Mallorca, wo er sich auch ein eigenes Atelier einrichtete.
Nach dem Tod von Joan Miro wurde ihm zu Ehren der Parc de Joan Miro in Barcelona eingeweiht. Er liegt 100 Meter vom Paca Espanya entfernt. Die dortigen Skulpturen gelten jedoch als sehr eigenwillig. Seine Fundacio Joan Miro besteht weiter in Barcelona am Hang des Montjuic, mit einem grandiosen Ausblick auf die gesamte Stadt.